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Ehemaliger Zwangsarbeiter besucht Denkort

Ehemaliger Zwangsarbeiter Stanislaw Masny
Copyright: Denkort Bunker Valentin/LzpB

70 Jahre sind seit seiner Deportation nach Deutschland vergangen. Im Alter von 16 Jahren wurde Stanislaw Masny bei einer Razzia in dem von der deutschen Wehrmacht besetzten Warschau verhaftet und nach Farge gebracht. In diesem Jahr reiste er erstmals seit jener Zeit nach Bremen und besuchte gemeinsam mit seinem Sohn den „Denkort Bunker Valentin“.

Der 1928 in Warschau geborene Stanislaw Masny wurde im Mai 1944 zur Zwangsarbeit auf die Baustelle des Bunkers „Valentin“ verschleppt. Dort arbeitete er hauptsächlich als Heizergehilfe auf einer Lokomotive, die Baumaterialien beförderte. Hierzu gehörte auch das Verlegen von Weichen auf der Baustelle. Während der Zwangsarbeit führte er heimlich ein Tagebuch und schrieb Briefe und Karten mit Familie und Freunden, die nach dem Warschauer Aufstand ab August 1944 auch in großer Zahl nach Deutschland deportiert wurden.

Copyright: Denkort Bunker Valentin/LzpB

„Für meine 16 Jahre war das eine sehr schwere und auszehrende Arbeit. Ins Lager kehrte ich nach 12 Stunden Plackerei hungrig und entsetzlich müde zurück. Der einzige Trost war die Korrespondenz mit Familie und Freunden. (…) Für das Hineinschmuggeln eines Bleistifts und einiger Seiten Papier ins Straflager kam ich für zwei Tage in den Bunker (1) ohne Essen und Trinken.“ (2)

 

Copyright: Denkort Bunker Valentin/LzpB


Der Besuch von Herrn Masny am „Denkort Bunker Valentin“ wurde filmisch dokumentiert und ein lebensgeschichtliches Interview, welches wertvolle Hinweise auf die Organisation der Bunkerbaustelle und die Lebensumstände der polnischen Gefangenen gab, aufgezeichnet. Herr Masny erkundete gemeinsam mit dem Team des „Denkort Bunker Valentin“ weitere Orte seines Zwangsarbeitseinsatzes, darunter auch das ehemalige Lager „Heidkamp“ sowie das Gelände des sogenannten Arbeitserziehungslagers. Die aufgezeichneten Dokumente werden nun aufgearbeitet und werden Teil des Archives der Gedenkstätte.

Stanislaw Masny zusammen mit seinem Sohn zu Besuch am Denkort Bunker Valentin
Copyright: Denkort Bunker Valentin/LzpB

Am Ende des Besuches wies der Sohn von Herrn Masny darauf hin, dass die detaillierte Schilderung seines Vaters auch ihm als Nachfahren viele neue Erkenntnisse gebracht hätte. Beide planen zur feierlichen Eröffnung der Gedenkstätte im Herbst 2015 erneut anzureisen.Am Ende des Besuches wies der Sohn von Herrn Masny darauf hin, dass die detaillierte Schilderung seines Vaters auch ihm als Nachfahren viele neue Erkenntnisse gebracht hätte. Beide planen zur feierlichen Eröffnung der Gedenkstätte im Herbst 2015 erneut anzureisen.

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