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"Rotspanier"

Dreisprachige Ausstellung mit Begleitprogramm

Vom 16. Januar bis 6. März 2022 erinnert eine Ausstellung am Denkort Bunker Valentin an die spanischen Bürgerkriegsflüchtlinge, die als "Rotspanier" stigmatisiert wurden und für Nazi-Deutschland und Vichy-Frankreich Zwangsarbeit leisten mussten. Die dreisprachige Ausstellung (deutsch/spanisch/französisch) präsentiert die Geschichte dieser vergessenen Opfergruppe erstmals einer breiten Öffentlichkeit.
Sie ist während der Öffnungszeiten des Denkorts im Inneren des Bunkers zu sehen: Dienstag bis Freitag und Sonntag, 10 bis 16 Uhr.

Am Sonntag, dem 16. Januar, wurde die Ausstellung mit einer Sonderführung durch den Kurator Dr. Peter Gaida offiziell eröffnet. Mehr als 50 Besucher:innen waren anwesend, um sich von Peter Gaida durch die Ausstellung führen zu lassen und um sich mit dem Historiker über die Geschichte der "Rotspanier" und über die Ausstellung auszutauschen (LINK zum Bericht von "buten un binnen").

In den kommenden Wochen wird die Ausstellung von einem Rahmenprogramm begleitet:

 

Sonntag, 6. Februar, 10:30 Uhr
Spanischsprachige Führung am Denkort Bunker Valentin

Unsere Guides und freien Mitarbeiterinnen Dr. Roberta Menéndez und Anja Hasler bieten eine spanischsprachige Führung am Denkort Bunker Valentin an. Besonderer Schwerpunkt sind die Schicksale spanischer Zwangsarbeiter in Bremen-Farge.
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung über den Online-Veranstaltungskalender der Landeszentrale für politische Bildung Bremen erforderlich! Kosten pro Person: 7€ regulär, 3€ ermäßigt.

 

Donnerstag, 24. Februar, 19 Uhr
Filmvorführung "Josep"

[Weitere Informationen werden noch bekannt gegeben!]

 

Mittwoch, 2. März, 18:30 Uhr
Online-Gesprächsrunde mit Santi Gimeno Pelegay und Paula O'Donohoe

[Weitere Informationen werden noch bekannt gegeben!]

 

Sonntag, 6. März, 13:00 Uhr
Finissage der Ausstellung mit spanischsprachiger Führung

Zum letzten Tag der Ausstellung findet eine weitere spanischsprachige Führung mit Dr. Roberta Menéndez und Anja Hasler statt, in der die beiden Guides und freien Mitarbeiterinnen u.a. über die spanischen Zwangsarbeiter in Bremen-Farge sprechen werden.
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung über den Online-Veranstaltungskalender der Landeszentrale für politische Bildung Bremen erforderlich! Kosten pro Person: 7€ regulär, 3€ ermäßigt.

 

Weitere Programmpunkte werden wir zeitnah veröffentlichen!

 

Die Ausstellung "Rotspanier" wurde konzipiert von Dr. Peter Gaida und Dr. Antonio Muñoz Sánchez. Trägerverein ist "Ay Carmela" (Bourdeaux). Am Denkort Bunker Valentin wird sie veranstaltet von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen und dem Verein "Erinnern für die Zukunft" e.V. in Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen, dem Institut français Bremen, der Universität Bremen und der Werkstatt für Sozialforschung e.V. Sie findet statt im Rahmen des Gedenkprogramms "27. Januar - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus".

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf der Website des Projekts.

 


Spanische Zwangsarbeiter:innen

Während des Zweiten Weltkrieges wurden Millionen Menschen vom NS-Regime und seinen Verbündeten als Zwangsarbeiter:innen ausgebeutet – auch in Bremen-Farge beim Bau des U-Boot-Bunkers "Valentin". Eine bislang wenig erforschte Gruppe sind die sogenannten "Rotspanier".

Als der spanische Bürgerkrieg 1939 mit dem Sieg des faschistischen Generals Francisco Franco endete, flohen 450.000 Männer, Frauen und Kinder nach Frankreich, wo sie in improvisierten Lagern interniert wurden. Viele von Ihnen blieben im französischen Exil und wurden von der Dritten Französischen Republik zum Arbeitsdienst in der Industrie, der Landwirtschaft oder beim Bau der Maginot-Linie verpflichtet. Zu Beginn des 2. Weltkrieges kämpften außerdem etwa 6.000 Spanier für Frankreich.

Nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht im Mai 1940 gerieten Tausende von ihnen in deutsche Kriegsgefangenschaft und wurden als "Rotspanier" in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Nach der Besetzung Frankreichs nutzten sowohl das Vichy-Regime als auch die deutschen Besatzer die Arbeitskraft der spanischen Exilant:innen aus, etwa für die harten Arbeiten am Atlantikwall. Neben der Rekrutierung von zivilen Zwangsarbeiter:innen fanden auch weiter Deportationen in deutsche Konzentrationslager statt. Anlass für die Inhaftierung der Betroffenen waren vor allem Arbeitsverweigerung, Regimekritik oder die aktive Beteiligung am französischen Widerstand.

Obwohl ein Teil der spanischen Zwangsarbeiter:innen in den 1970er Jahren von der bundesdeutschen Justiz als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt worden ist, sind sie vielerorts doch in Vergessenheit geraten.


 

 

 

Geschichte

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Besuch

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Lernen & Lehren

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