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Workcamp aus acht Nationen am Denkort Bunker Valentin

Bürgerschaftspräsident am 11. August 2014 vor Ort.

Seit 2011 wird der ehemalige U-Boot-Bunker Valentin zu einem "Denkort" umgestaltet. Auf einem Rundweg durch und um den Bunker sollen Spuren des früheren Baustellengeländes wieder sichtbar werden, um an das Schicksal von Tausenden Zwangsarbeitenden, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen zu erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs die riesige U-Boot-Werft errichten mussten.

Bis zum 16. August 2014 legen 13 junge Frauen und Männer aus Kirgisien, Iran, Tschechien, Spanien, Finnland, Afghanistan, Griechenland und Deutschland die Fundamentreste einer ehemaligen Betonmischanlage aus der Baustellenzeit 1943-45 frei. Die Ausgrabungen sind Teil eines nunmehr zweiten Workcamps am "Denkort Bunker Valentin", welches in Kooperation mit der internationalen Freiwilligenorganisation SCI "Service Civil International" und der Bremer Landesarchäologie durchgeführt wird. Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, wird am Montag, 11. August 2014, das Camp und die Gruppe besuchen und sich ein Bild über die Freilegungsarbeiten machen.

Versteckt im Gebüsch weisen die Relikte einer der Betonmischanlagen auf einen Ort hin, der für die Geschichte des Bunkerbaus eine zentrale Rolle spielte. Denn in diesen Mischern wurde zwischen 1943 und ´45 der Beton hergestellt, aus dem der Bunker gebaut wurde. In den Erinnerungen vieler Überlebenden wird dieser Ort als eines der härtesten Arbeitskommandos auf der Bunkerbaustelle beschrieben. Die Betonmischanlage Nord bestand aus insgesamt acht Mischtrommeln, in denen pro Stunde 300 Sack Zement verarbeitet wurden. Zehn Zwangsarbeiter mussten je eine Trommel befüllen und wurden dabei von einem "Kapo" überwacht. Der fertige Beton wurde über Rohre in die Schalungen für Fundamente und Wände gepumpt. Die eigentliche Mischanlage ist kurz nach dem Krieg abgebaut worden, zurück blieben die Betonfundamente. Die Grabungsfläche wurde in diesem Jahr in Richtung Bunkerwand ausgeweitet, um den Rand der riesigen Baugrube archäologisch nachweisen zu können.

Das internationale Jugendcamp wird u.a. gefördert durch die "Waldemar-Koch-Stiftung", die Stiftung "die schwelle", "Erinnern für die Zukunft e.V." und die "Bürgerstiftung Blumenthal".

Achtung Redaktionen:

Ein Besuch der Ausgrabungsstelle und die Möglichkeit zum Gespräch mit den jungen Menschen ist nach Voranmeldung möglich. Weitere Informationen erteilt die Landeszentrale für politische Bildung/ Referat Denkort Bunker Valentin, Telefon: 0421 696 73 670 oder per E-Mail: sandra.kern@ich-will-keinen-spambunkervalentin.de

Das folgende Pressebild darf nur für redaktionelle Zwecke und unter Angabe ihrer Quelle verwendet werden.

Motiv 1
BU: Christian Weber und die Teilnehmer_innen des SCI Workcamps 2014 am Denkort Bunker Valentin
© Denkort Bunker Valentin/LzpB



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